Sicherer Schulweg

Sicher zur Schule mit den richtigen Verkehrseinrichtungen und geeigneter Übung

Für Eltern ist es oft eine hochemotionale Angelegenheit, das Kind zum ersten Mal allein den Schulweg bestreiten zu lassen. Die meisten Mütter und Väter üben den Weg mit den Nachkommen, indem sie ihn einige Male gemeinsam zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Umso beruhigter können Erziehungsberechtigte sein, wenn es auf dem täglichen Weg zur Schule einige Vorrichtungen gibt, die den Schulweg sicherer gestalten.

Der Weg ist das Ziel: eine passende Strecke finden

Bevor Sie damit anfangen können, Ihr Kind auf den Weg zur Schule vorzubereiten, sollten Sie sich überlegen, welche Strecke die beste ist. Das können Sie anhand etwa folgender Fragen festmachen:

  1. Gibt es durchgehend Gehwege?
  2. Sind Zebrastreifen vorhanden?
  3. Gibt es Ampeln?
  4. Wie gut ist die Strecke beleuchtet? Im Winter wird es früh dunkel und spät hell!
  5. Handelt es sich um einen Weg, der auch von anderen Fußgängern genutzt wird?

Den Gehweg dürfen Fußgänger immer und Radfahrer bis zum vollendeten 10. Lebensjahr benutzen. Ab dem 11. Lebensjahr muss das Kind auf der Straße Fahrrad fahren. An Zebrastreifen haben Fußgänger grundsätzlich Vorrang. Sie machen den Schulweg zu Fuß also etwas sicherer.

Lässt es sich nicht vermeiden, dass Ihr Kind auf dem Weg zur Schule eine Straße überqueren muss, ist es vorteilhaft, wenn entweder ein Zebrastreifen oder eine Ampel vorhanden ist, um die Strecke möglichst sicher zu gestalten. Im Bereich vieler Schulen und Kindertagesstätten sind zudem Tempotafeln angebracht, die die gefahrene Geschwindigkeit der Autofahrer anzeigen. So werden diese optisch auf ihre gefahrene Geschwindigkeit hingewiesen und gegebenenfalls dazu angeregt, den Fuß vom Gas zu nehmen.

Licht und Leute gestalten den Schulweg sicherer

Für einen sicheren Schulweg spielt auch die Straßenbeleuchtung eine Rolle. Strecken, auf denen nur wenige Laternen anzutreffen sind, sollten Sie eher vermeiden, da Kinder hier schlechter von etwa Autofahrern wahrgenommen werden können. Gibt es keine sinnvollen Alternativen, können Sie Ihr Kind zusätzlich durch helle Kleidung und Reflektoren oder eine Warnweste schützen.

Viel benutzte Wege sorgen zudem dafür, dass der Nachwuchs nicht völlig allein unterwegs ist und Passanten aufmerksam werden können, wenn das Kind beispielsweise stürzt. Auch die Verständigung mit anderen Elternteilen und der gemeinsame Schulweg mit Freunden oder Klassenkameraden gestalten den Schulweg nicht nur sicherer, sondern können beim Nachwuchs gar für Vorfreude auf die tägliche Wegstrecke sorgen.

So bereiten Sie Ihr Kind optimal auf den Weg zur Schule vor

Haben Sie eine geeignete Strecke gefunden, sollten Sie Ihren Nachwuchs entsprechend auf diese vorbereiten, damit auch dieser ein sicheres Gefühl bekommt, den Weg allein bestreiten zu können. Dafür sollten Sie:

  • den Schulweg einige Male mit Ihrem Kind gemeinsam zurücklegen (hin und zurück) und sich den Weg anschließend mindestens einmal von Ihrem Sprössling zeigen lassen,
  • das Verhalten an einem Zebrastreifen und an Ampeln üben sowie
  • das vorsichtige Überqueren der Straße, wenn das Kind zwischen parkenden Autos hindurchlaufen muss.

Eine passende Strecke und eine geeignete Vorbereitung des Kindes gestalten nicht nur den täglichen Weg zur Schule weitestgehend sicher, sondern sorgen auch bei den Eltern für ein entsprechend sicheres Gefühl, damit diese beruhigt zur Arbeit fahren können.

Pressemitteilung der VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH

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